Ich habe in letzter Zeit etwas ausprobiert, das meinem Leben einen völlig neuen Drall gab, etwas mit dem man Reisen ins Astral buchen konnte und dabei keine Koffer packen musste, weil alles, was man für solch eine Reise braucht immer dabei hat… sich selbst.
Dazu muss man sich ein etwas abscheulich schmeckendes, halluzinogenes, bewusstseinsveränderndes Gebräu sich einflössen, das sich Ayahuasca oder Daime nennt und aus einer Liane aus dem Dschungel und einer anderen Pflanze besteht.
Dieses Gesöff wurde ursprünglich von den indianischen Schamanen für Heilungsrituale verwendet, erlebt aber nun auch in Europa einen richtigen Aufschwung. Westlich Touristen pilgern nun auch schon in Scharren nach Südamerika, um sich im Dschungel ihre „Zivilisationsdefekte“ heilen zu lassen.
Aber ich will nun meine eigenen Trip berichten. Man wirft sich dieses Zeugs im rituellen Kontext ein, d.h. man tanzt und singt und ruft die Wächter der Astralebene an, um eine möglichst angenehme Reise zu haben. Aber solch ein Ritual ist kein Zuckerschlecken, sondern ein ziemlich heftige Erfahrung. Man hört dabei seltsame Stimmen, Surren und es entsteht eine höchst seltsame Atmosphäre, die einem Schauer über den Rücken laufen lässt. Ein junger Mann neben mir stieß scharfe Pfiffe, während sein Körper von einer Kraft gebeutelt wurde, die man sich nicht ausmalen kann. Dann fing jemand an zu brüllen wie ein Bär und hyperventilierte eine halbe Stunde lang völlig weggetreten. Ich dachte schon, dass er es nimma lang packen würde, als ich an der Wand vor ihm einen riesenhaften bärenähnlichen Schatten sah, der drohend über ihn schwebte, aber als er ihn verlassen hatte, kam er wieder zu sich und konnte sich an das meiste gar nicht mehr erinnern. Ein anderer Typ neben mir winselte wie ein kleines Kind und andere glucksten und gackernden wie aufgescheuchte Hühner. Manche werden nun diese Wahrnehmungen auf meinen etwas umnebelten Verstand zurückführen, aber ich war nüchtern und klar wie noch nie zuvor. Nach dem Ritual fühlten sich alle sehr wohl und plauderten ausgelassen. Der Typ mit dem Wolfsdämon wurde nur noch Lupo genannt ; ). Als ich zuvor bei einem anderen Ritual in die geheimnisvolle Welt dieser Liane reiste, hatte ich ganz andere Erfahrungen, weil ich es selbst zubereitet hatte und Wert darauf legte, dass es ein ziemlich abgefahrener Trunk werden sollte. Ich fühlte wie eine pulsierende Hitze an meinem Rücken hochstieg und meine Hände vor Energie strotzen. Gleichsam spürte ich meine Blockaden im Körper, die heftig pochen zu begannen und lauthals Aufmerksamkeit forderten. Danach sah ich blinkende Dschungelwesen und ein Muster, das vor meinem geistigen Auge herumwirbelte, jäh ganz intensiv wirkte und dann verebbte in einer unendlichen Dunkelheit, in der ich mich völlig allein gelassen fühlte, aber kurz darauf breitete sich ein angenehmes Glücksgefühl aus. Gerade noch mit beiden Beinen fest auf der Erde, öffnete sich eine Pforte ins Astral. Verirrte vergessene Bilder verschmolzen mit meinem Bewusstsein und erzeugten einen Strom aus Gedanken und Gefühlen, die mich mitrissen. Vor allem erkannte ich alte Beziehungsmuster, denn unerlöste, neurotische Verbindungen können die geplagten Seelen für viele Leben aneinanderketten.
Dazu muss man sich ein etwas abscheulich schmeckendes, halluzinogenes, bewusstseinsveränderndes Gebräu sich einflössen, das sich Ayahuasca oder Daime nennt und aus einer Liane aus dem Dschungel und einer anderen Pflanze besteht.
Dieses Gesöff wurde ursprünglich von den indianischen Schamanen für Heilungsrituale verwendet, erlebt aber nun auch in Europa einen richtigen Aufschwung. Westlich Touristen pilgern nun auch schon in Scharren nach Südamerika, um sich im Dschungel ihre „Zivilisationsdefekte“ heilen zu lassen.
Aber ich will nun meine eigenen Trip berichten. Man wirft sich dieses Zeugs im rituellen Kontext ein, d.h. man tanzt und singt und ruft die Wächter der Astralebene an, um eine möglichst angenehme Reise zu haben. Aber solch ein Ritual ist kein Zuckerschlecken, sondern ein ziemlich heftige Erfahrung. Man hört dabei seltsame Stimmen, Surren und es entsteht eine höchst seltsame Atmosphäre, die einem Schauer über den Rücken laufen lässt. Ein junger Mann neben mir stieß scharfe Pfiffe, während sein Körper von einer Kraft gebeutelt wurde, die man sich nicht ausmalen kann. Dann fing jemand an zu brüllen wie ein Bär und hyperventilierte eine halbe Stunde lang völlig weggetreten. Ich dachte schon, dass er es nimma lang packen würde, als ich an der Wand vor ihm einen riesenhaften bärenähnlichen Schatten sah, der drohend über ihn schwebte, aber als er ihn verlassen hatte, kam er wieder zu sich und konnte sich an das meiste gar nicht mehr erinnern. Ein anderer Typ neben mir winselte wie ein kleines Kind und andere glucksten und gackernden wie aufgescheuchte Hühner. Manche werden nun diese Wahrnehmungen auf meinen etwas umnebelten Verstand zurückführen, aber ich war nüchtern und klar wie noch nie zuvor. Nach dem Ritual fühlten sich alle sehr wohl und plauderten ausgelassen. Der Typ mit dem Wolfsdämon wurde nur noch Lupo genannt ; ). Als ich zuvor bei einem anderen Ritual in die geheimnisvolle Welt dieser Liane reiste, hatte ich ganz andere Erfahrungen, weil ich es selbst zubereitet hatte und Wert darauf legte, dass es ein ziemlich abgefahrener Trunk werden sollte. Ich fühlte wie eine pulsierende Hitze an meinem Rücken hochstieg und meine Hände vor Energie strotzen. Gleichsam spürte ich meine Blockaden im Körper, die heftig pochen zu begannen und lauthals Aufmerksamkeit forderten. Danach sah ich blinkende Dschungelwesen und ein Muster, das vor meinem geistigen Auge herumwirbelte, jäh ganz intensiv wirkte und dann verebbte in einer unendlichen Dunkelheit, in der ich mich völlig allein gelassen fühlte, aber kurz darauf breitete sich ein angenehmes Glücksgefühl aus. Gerade noch mit beiden Beinen fest auf der Erde, öffnete sich eine Pforte ins Astral. Verirrte vergessene Bilder verschmolzen mit meinem Bewusstsein und erzeugten einen Strom aus Gedanken und Gefühlen, die mich mitrissen. Vor allem erkannte ich alte Beziehungsmuster, denn unerlöste, neurotische Verbindungen können die geplagten Seelen für viele Leben aneinanderketten.
silberfalke - am So, 14. Mai 2006, 21:29
Woher kommt denn dieses Gefühl der Leere und des Verzweifelns?
Wie in einem riesigen Ozean fühlt sich das Bewusstsein verloren und ohne Halt.
Es ist doch sehr abstrakt, wenn man feststellt, dass alles sich verändert hat, nichts mehr so ist, wie es einmal war und man voranschreiten will, aber jäh zweifelt, weil man sich umdreht und bemerkt, dass der feste Boden verschwunden ist. Man kann nur einen Weg beschreiten, den nach vorne, ohne sich auch nur umzublicken, was man alles verloren hat.
Aber hat man wirklich etwas verloren? Nein, denn nichts geht verloren.
Im Schamanismus gibt es eine Theorie die besagt, dass die Seele, die einem Wassertropfen aus dem Ozean gleicht, aus 12 Anteilen besteht. Durch traumatische Erfahrungen können verschiedene Anteile der Seelen abgespalten werden und verstreuen sich, sie können sogar in anderen Dimensionen fest hängen. Im sechsten Harry Potter Band hat der dunkle Lord seine Seelenanteile, in diesem Fall sind es nur sieben, versteckt, um selbst unsterblich zu sein. Er trinkt von anderen Seelen, weil er selbst zu einem seelenlosen Geschöpf geworden ist, obwohl er noch einen kleinen Rest seiner Seele besitzt, aber dadurch, dass er in der Dunkelheit lebt, kann er seine Seele nicht mehr erlösen.
Nur der kleine Harry könnte das … er wird ihn wahrscheinlich aber töten oder selbst getötet werden, weil er selbst von Hass und Wut geblendet ist.
Ich werde meine Seelenanteile demnächst wieder einfangen lassen. Es ist einfach wunderbar, wenn man fühlt wie etwas im Inneren aufgefüllt und vollendet wird. Ich freue mich schon darauf den Seelenanteil meiner Kindheit wieder zu bekommen, als ich damals geprügelt wurde und alle Freude von mir wich. Ich freue mich auch auf jenen Anteil, den ich abgeben musste, als ich im Alkoholrausch meine Ängste ertränken wollte.
Und natürlich freue ich mich, jenen Anteil zu bekommen, der an ein anderes Geschöpf gebunden ist, das ich zutiefst verachtete und demütigte.
Die Liebe ist nun mal der Schlüssel zur Vollkommenheit, zur Erhellung des Daseins.
Wie in einem riesigen Ozean fühlt sich das Bewusstsein verloren und ohne Halt.
Es ist doch sehr abstrakt, wenn man feststellt, dass alles sich verändert hat, nichts mehr so ist, wie es einmal war und man voranschreiten will, aber jäh zweifelt, weil man sich umdreht und bemerkt, dass der feste Boden verschwunden ist. Man kann nur einen Weg beschreiten, den nach vorne, ohne sich auch nur umzublicken, was man alles verloren hat.
Aber hat man wirklich etwas verloren? Nein, denn nichts geht verloren.
Im Schamanismus gibt es eine Theorie die besagt, dass die Seele, die einem Wassertropfen aus dem Ozean gleicht, aus 12 Anteilen besteht. Durch traumatische Erfahrungen können verschiedene Anteile der Seelen abgespalten werden und verstreuen sich, sie können sogar in anderen Dimensionen fest hängen. Im sechsten Harry Potter Band hat der dunkle Lord seine Seelenanteile, in diesem Fall sind es nur sieben, versteckt, um selbst unsterblich zu sein. Er trinkt von anderen Seelen, weil er selbst zu einem seelenlosen Geschöpf geworden ist, obwohl er noch einen kleinen Rest seiner Seele besitzt, aber dadurch, dass er in der Dunkelheit lebt, kann er seine Seele nicht mehr erlösen.
Nur der kleine Harry könnte das … er wird ihn wahrscheinlich aber töten oder selbst getötet werden, weil er selbst von Hass und Wut geblendet ist.
Ich werde meine Seelenanteile demnächst wieder einfangen lassen. Es ist einfach wunderbar, wenn man fühlt wie etwas im Inneren aufgefüllt und vollendet wird. Ich freue mich schon darauf den Seelenanteil meiner Kindheit wieder zu bekommen, als ich damals geprügelt wurde und alle Freude von mir wich. Ich freue mich auch auf jenen Anteil, den ich abgeben musste, als ich im Alkoholrausch meine Ängste ertränken wollte.
Und natürlich freue ich mich, jenen Anteil zu bekommen, der an ein anderes Geschöpf gebunden ist, das ich zutiefst verachtete und demütigte.
Die Liebe ist nun mal der Schlüssel zur Vollkommenheit, zur Erhellung des Daseins.
silberfalke - am So, 19. März 2006, 23:56
Wenn Sterne vom Himmel fallen und sich Erinnerungen nur noch verzerrt im Dunkel des Inneren spiegeln, fehlt der Sinn, der sich an die Oberfläche rang um Gehör zu finden, aber lautlos verhallte im stillen Sog der Sinnlosigkeit.
Nur kleine Ereignisse holen dich wieder aus dieser tristen Welt. Als ich kleiner Grashüpfer war wünschte ich mir nichts sehnlicher, als erwachsen zu sein und all die verbotenen Dinge machen zu dürfen. Jetzt bin ich erwachsen, aber ich schmachte danach, wieder ein Kind zu sein.
Bei meiner Freundin habe ich jemandem getroffen, der gerade eine Psychose über sich ergehen lassen musste und solche Menschen erscheinen einen wie Kinder, voller Naivität und Zartheit.
Man fragt sich doch ständig, welchen Sinn hinter den Dingen steckt, wenn das Leben doch wie eine Kette mit vielen Gliedern ist, die alle miteinander verbunden sind, wir aber nur imstande sind, nur ein Glied aus den dunklen Urgrund hervorzufischen. Jedenfalls folgt ein Glied dem anderen, auch wenn man es hinausschieben kann oder eine Ruhepause einlegen kann, so ist das nächste Glied schon determiniert. Allerdings bestimmt die Qualität des Erlebens die Beschaffenheit deiner inneren Welten.
Was diese innere Welten betrifft so hab ich bei meiner Freundin eine interessante Erfahrung gemacht ...
Stell dir vor du willst eine Bootsreise machen und machst die Leinen los, aber anstatt, dass dein Boot langsam, getragen vom Wind, sanft losfährt, beginnt es sofort volle Fahrt aufzunehmen … die Wellen peitschen links und rechts hoch und das Boot schaukelt wie wild. Du kannst dich kaum noch festhalten und hast fast das Gefühl, über Bord geworfen zu werden. Jedenfalls verläuft diese Fahrt die ganze Zeit so wild und stürmisch und du bist so aufgewühlt, dass sich dein Verstand schon längst verpisst hat in einen entlegenen Winkel.
Jeder Regentropfen, der auf dich herab prasselt löst ein wohliges Schaudern aus und du kannst dich kaum noch am Steuer festhalten und als du dann nicht mehr kannst, holst du die Segel ein, damit sich dein Boot beruhigt.
Nur kleine Ereignisse holen dich wieder aus dieser tristen Welt. Als ich kleiner Grashüpfer war wünschte ich mir nichts sehnlicher, als erwachsen zu sein und all die verbotenen Dinge machen zu dürfen. Jetzt bin ich erwachsen, aber ich schmachte danach, wieder ein Kind zu sein.
Bei meiner Freundin habe ich jemandem getroffen, der gerade eine Psychose über sich ergehen lassen musste und solche Menschen erscheinen einen wie Kinder, voller Naivität und Zartheit.
Man fragt sich doch ständig, welchen Sinn hinter den Dingen steckt, wenn das Leben doch wie eine Kette mit vielen Gliedern ist, die alle miteinander verbunden sind, wir aber nur imstande sind, nur ein Glied aus den dunklen Urgrund hervorzufischen. Jedenfalls folgt ein Glied dem anderen, auch wenn man es hinausschieben kann oder eine Ruhepause einlegen kann, so ist das nächste Glied schon determiniert. Allerdings bestimmt die Qualität des Erlebens die Beschaffenheit deiner inneren Welten.
Was diese innere Welten betrifft so hab ich bei meiner Freundin eine interessante Erfahrung gemacht ...
Stell dir vor du willst eine Bootsreise machen und machst die Leinen los, aber anstatt, dass dein Boot langsam, getragen vom Wind, sanft losfährt, beginnt es sofort volle Fahrt aufzunehmen … die Wellen peitschen links und rechts hoch und das Boot schaukelt wie wild. Du kannst dich kaum noch festhalten und hast fast das Gefühl, über Bord geworfen zu werden. Jedenfalls verläuft diese Fahrt die ganze Zeit so wild und stürmisch und du bist so aufgewühlt, dass sich dein Verstand schon längst verpisst hat in einen entlegenen Winkel.
Jeder Regentropfen, der auf dich herab prasselt löst ein wohliges Schaudern aus und du kannst dich kaum noch am Steuer festhalten und als du dann nicht mehr kannst, holst du die Segel ein, damit sich dein Boot beruhigt.
silberfalke - am So, 12. März 2006, 20:08
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Ich will nicht wieder verletzt werden … Diesen Satz höre ich mich manchmal sogar selber sagen, aber ich frage mich oft, ob es denn nicht besser wäre, wenn man diesen Satz aus seinem eigenen Bewusstsein verbannen könnte.
Natürlich trifft man immer wieder Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, nicht verletzt zu werden, aber ich sehe das mittlerweile aus einem anderen Blickwinkel, denn den meisten ist das nicht bewusst, dass sie lieber in den Mauern ihres abgesicherten Lebens verwelken als das Risiko von Freiheit und Lebendigkeit auf sich zu nehmen.
Bei mir ist es auch die Furcht vor der Einsamkeit, die mich so sehr quält, obwohl ich durch aus imstande bin mit mir selbst etwas anzufangen, sehne ich mich doch nach einer tiefer gehenden Zweisamkeit, obwohl ich nicht der Typ bin, der sich nicht gleich jeder um den hals wirft, die ihn vor der Einsamkeit errettet, aber trotzdem steckt dieses Gefühl allein nichts zu sein tief in mir
Die Furcht vor Einsamkeit und Verlassenheit ist es ja, die uns immer wieder daran hindert, die Köstlichkeit der Unabhängigkeit zu schmecken und Lust daraus zu beziehen. Weil Unabhängigkeit mit Unnahbarkeit assoziiert wird und unsere Sucht nach Liebe, Wärme und Zugehörigkeit uns ständig dazu treibt, die Sicherheit der Freiheit vorzuziehen, haben wir vergessen, dass das Leben uns auch dann alles bereithält, wenn wir unseren eigenen Weg gehen und uns nicht gleich jeden an den Hals werfen, der uns ein gesichertes Leben verspricht. Zuviel Kraft fließt in unsere Suche nach Zugehörigkeit und Anerkennung. Würden wir nur einen Moment innehalten und uns fragen, wie unser Leben ohne diese scheinbare Sicherheit aussehen würde und loslassen würden, die Angst davor ablegen würden ohne einen anderen Menschen nichts zu sein, dann würde all unsere Energie wieder frei werden und wieder in uns fließen können.
Wahrscheinlich bin ich als kleiner Grashüpfer zu wenig bemuttert worden, weil ich so wenig emotionale Stabilität entwickelt habe *uff*. Aber ist es denn nicht so, dass wir von anderen deshalb abhängig sind, weil wir zu unserem Wohlergehen nun mal andere Menschen brauchen? Wäre es denn nicht viel zu einfach, wenn wir mit uns selbst allein die Ekstase der Glückseligkeit schmecken könnten?
Natürlich trifft man immer wieder Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, nicht verletzt zu werden, aber ich sehe das mittlerweile aus einem anderen Blickwinkel, denn den meisten ist das nicht bewusst, dass sie lieber in den Mauern ihres abgesicherten Lebens verwelken als das Risiko von Freiheit und Lebendigkeit auf sich zu nehmen.
Bei mir ist es auch die Furcht vor der Einsamkeit, die mich so sehr quält, obwohl ich durch aus imstande bin mit mir selbst etwas anzufangen, sehne ich mich doch nach einer tiefer gehenden Zweisamkeit, obwohl ich nicht der Typ bin, der sich nicht gleich jeder um den hals wirft, die ihn vor der Einsamkeit errettet, aber trotzdem steckt dieses Gefühl allein nichts zu sein tief in mir
Die Furcht vor Einsamkeit und Verlassenheit ist es ja, die uns immer wieder daran hindert, die Köstlichkeit der Unabhängigkeit zu schmecken und Lust daraus zu beziehen. Weil Unabhängigkeit mit Unnahbarkeit assoziiert wird und unsere Sucht nach Liebe, Wärme und Zugehörigkeit uns ständig dazu treibt, die Sicherheit der Freiheit vorzuziehen, haben wir vergessen, dass das Leben uns auch dann alles bereithält, wenn wir unseren eigenen Weg gehen und uns nicht gleich jeden an den Hals werfen, der uns ein gesichertes Leben verspricht. Zuviel Kraft fließt in unsere Suche nach Zugehörigkeit und Anerkennung. Würden wir nur einen Moment innehalten und uns fragen, wie unser Leben ohne diese scheinbare Sicherheit aussehen würde und loslassen würden, die Angst davor ablegen würden ohne einen anderen Menschen nichts zu sein, dann würde all unsere Energie wieder frei werden und wieder in uns fließen können.
Wahrscheinlich bin ich als kleiner Grashüpfer zu wenig bemuttert worden, weil ich so wenig emotionale Stabilität entwickelt habe *uff*. Aber ist es denn nicht so, dass wir von anderen deshalb abhängig sind, weil wir zu unserem Wohlergehen nun mal andere Menschen brauchen? Wäre es denn nicht viel zu einfach, wenn wir mit uns selbst allein die Ekstase der Glückseligkeit schmecken könnten?
silberfalke - am So, 19. Februar 2006, 23:08
Eine Freundin von mir ist von ihrem Urlaub auf Spanien zurück und hell begeistert, weil sie dort einen spirituellen Supergau erlebt hat. Sie war nämlich auf einen dieser Ella Camps, die auf dem ersten Blick ganz normale Ferienanlagen sind, aber dort drinnen findet man jede Menge durchgeknallter Typen auf der Suche nach dem ultimativen Glück.
Ella ist irgendein so abstraktes Wesen, das auf der Erde den Menschen den Weg zum Glück weisen sollte und dazu noch recht seltsame, aber revolutionäre Vorstellungen a la „Ich bin, was ich erlebe“ hat. Es gibt doch viele unter uns, die noch immer glauben, sie seien das, was sie dächten. Der berühmte Aphorismus „Ich denke also bin ich“ wird hier vergnüglich zerfetzt, weil nach mehreren Jahrzehnten Psychoanalyse mittlerweile jeder weiß, dass wir die Welt und damit die Wirklichkeit lächerlich wenig mit unserem bewussten Verstand wahrnehmen. 90 % der Wahrnehmung wird von unserer Brille gefärbt, die wir aufgesetzt haben. Momentan ist meine Brille mal wieder ziemlich lila.
Mein Unterbewusstsein ist aber auch ganz schön keck, denn unlängst hatte ich einen erotischen und wilden Traum von einer Frau, die zwar schon ziemlich ein heißer Feger ist, aber ansonsten einfach nur abstoßend ist und für mich so erregend ist wie ein Gurken-Käse-Sandwich. Über den weiteren Verlauf des Traum möchte ich erstmal mit meinem Therapeuten reden …
Aber es läuft eben darauf hinaus, dass wir mit unserer Wahrnehmung unsere eigene Realität erschaffen. Es gibt eben nicht nur Schwarz und Weiß, so wie wir das gerne hätten. Vielleicht kann ein kleiner Vergleich mal auf die Sprünge helfen.
Stell dir vor du bist Musiker und hast dir ein Instrument ausgewählt, mit dem du ein kleines Liedchen spielen willst, und jetzt mitten im Lied kommt ein anderer hinzu, der sich ein anderes Instrument geschnappt hat und nun mit dir das gleiche Lied musizieren will.
Dann kommen noch weitere dazu und geben jetzt deinen Song zum Besten, aber nicht damit du mehr Freude hast, sondern jeder hat seine eigenen Gründe, dieses Lied zu spielen.
Heißt das nun, dass alle Menschen, die mir begegnen, nur mit mir zusammen kommen, weil sie auf dieselben Dinge abfahren?
Nicht ganz, manche spielen mit dir einfach so, weil sie glauben, spielen zu müssen, obwohl sie es gar nicht mögen.
Sie haben sich dazu entschieden in ihrer Realität zu leben, obwohl sie es gar nicht wollen oder brauchen. Manchmal spielen wir eine Rolle und merken es nicht einmal und wir verwechseln und selbst mit der Rolle, wir nehmen an einem Stück teil, das eigentlich gar nichts unserer ist, aber weil wir es glauben, wird es zu unserer Realität. Meine Rolle ist es irgendwie, dass ich meine anderen helfen zu wollen. Aber eigentlich vernachlässige ich mich damit selbst und laufe mit zerzaustem Haar rum, weil ich keine Zeit hab mir Haarpackungen zu machen, weil ich für andere da sein muss und außerdem könnte ich mir Schoko kaufen und dann verzückt meinen Finger über die Schoko gleiten und ihn dann ekstatisch in meinen Mund stecken …
Ella ist irgendein so abstraktes Wesen, das auf der Erde den Menschen den Weg zum Glück weisen sollte und dazu noch recht seltsame, aber revolutionäre Vorstellungen a la „Ich bin, was ich erlebe“ hat. Es gibt doch viele unter uns, die noch immer glauben, sie seien das, was sie dächten. Der berühmte Aphorismus „Ich denke also bin ich“ wird hier vergnüglich zerfetzt, weil nach mehreren Jahrzehnten Psychoanalyse mittlerweile jeder weiß, dass wir die Welt und damit die Wirklichkeit lächerlich wenig mit unserem bewussten Verstand wahrnehmen. 90 % der Wahrnehmung wird von unserer Brille gefärbt, die wir aufgesetzt haben. Momentan ist meine Brille mal wieder ziemlich lila.
Mein Unterbewusstsein ist aber auch ganz schön keck, denn unlängst hatte ich einen erotischen und wilden Traum von einer Frau, die zwar schon ziemlich ein heißer Feger ist, aber ansonsten einfach nur abstoßend ist und für mich so erregend ist wie ein Gurken-Käse-Sandwich. Über den weiteren Verlauf des Traum möchte ich erstmal mit meinem Therapeuten reden …
Aber es läuft eben darauf hinaus, dass wir mit unserer Wahrnehmung unsere eigene Realität erschaffen. Es gibt eben nicht nur Schwarz und Weiß, so wie wir das gerne hätten. Vielleicht kann ein kleiner Vergleich mal auf die Sprünge helfen.
Stell dir vor du bist Musiker und hast dir ein Instrument ausgewählt, mit dem du ein kleines Liedchen spielen willst, und jetzt mitten im Lied kommt ein anderer hinzu, der sich ein anderes Instrument geschnappt hat und nun mit dir das gleiche Lied musizieren will.
Dann kommen noch weitere dazu und geben jetzt deinen Song zum Besten, aber nicht damit du mehr Freude hast, sondern jeder hat seine eigenen Gründe, dieses Lied zu spielen.
Heißt das nun, dass alle Menschen, die mir begegnen, nur mit mir zusammen kommen, weil sie auf dieselben Dinge abfahren?
Nicht ganz, manche spielen mit dir einfach so, weil sie glauben, spielen zu müssen, obwohl sie es gar nicht mögen.
Sie haben sich dazu entschieden in ihrer Realität zu leben, obwohl sie es gar nicht wollen oder brauchen. Manchmal spielen wir eine Rolle und merken es nicht einmal und wir verwechseln und selbst mit der Rolle, wir nehmen an einem Stück teil, das eigentlich gar nichts unserer ist, aber weil wir es glauben, wird es zu unserer Realität. Meine Rolle ist es irgendwie, dass ich meine anderen helfen zu wollen. Aber eigentlich vernachlässige ich mich damit selbst und laufe mit zerzaustem Haar rum, weil ich keine Zeit hab mir Haarpackungen zu machen, weil ich für andere da sein muss und außerdem könnte ich mir Schoko kaufen und dann verzückt meinen Finger über die Schoko gleiten und ihn dann ekstatisch in meinen Mund stecken …
silberfalke - am So, 12. Februar 2006, 20:14