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gesprengte ketten

 
Irgendwie will bei mir dieses Jahr keine fröhliche Weihnachtsstimmung aufkommen. Vielleicht auch deshalb, weil mich diese Leere und Kälte dieser Kommerzhyänen nervt und ich nicht fröhlich singend unter dem Weihnachtsbaum stehen kann, ohne daran zu denken, dass dies zwar ein idyllischer, aber dennoch sehr flüchtiger Moment ist.
Die Menschen haben verlernt an Wunder zu glauben. Durch Pseudowissenschaftlichkeit und kopfgesteuertes Denken manövrieren wir uns in eine schreckliche Krise.
Wir sollten einfach unsere Augen öffnen, unsere Sinne schärfen und wahrnehmen, dass es so viele Wunder auf diesem kleine Planeten gibt, dass so vieles passiert, dass gar nicht passieren könnte, wenn man es wissenschaftlich sieht.
Wenn eine Rosenknospe zum Leben erwacht, ertönt eine wundervolle Melodie. Ja sogar jeder Grashalm singt ein bezauberndes Lied.
Was glaubst du, wie du klingst wenn du übelgelaunt und selbstgefällig herumläufst? Etwa wie eine Bachsonate?
Als ich durch die Straßen lief zu Tode betrübt, da sah ich ein Mädchen und ich hörte den Chor der Engel singen, denn sie strahlte und leuchtete wie ein heller Stern voller Zärtlichkeit.
Noch ist die Welt nicht verloren, so lange es solche Menschen gibt und so lange es Menschen gibt, die an Wunder glauben, die hinter die trügerische Kulisse der Materie blicken.
Jeder Mensch kann entweder strahlend erklingen oder dumpf dröhnen wie eine hämmernde eiserne Maschine, die monoton ihre Plage über sich ergehen lässt.
Das Lied des strahlenden Lebens kann nur der hören, der still ist und in sich hineinhorcht, der nicht mehr kämpft und schimpft, sondern seinen Frieden gefunden hat.
Einen Frieden, der tief im dunklen Inneren wohnt, der selbstlos ist und nicht klein kariert und anmaßend.
Noch ist die Welt nicht verloren!
Alles Liebe zu Weihnachten für dich!

Als ich heute früh aus den Federn gerüttelt wurde vom penetranten Klingen meines Telefons, dachte ich, es sei jemand, der etwas von mir wolle. Und ja es war jemand, der etwas von mir wollte. Es war mal wieder eine dieser Telefontanten, die dir Löcher in den Bauch fragen über Dinge, die dich ebenso sehr interessieren, wie einen Frischverliebten das rasante Wachstum der Staatsverschuldung. Sie wollte wissen, wie zufrieden ich mit der Post sei und wie viele Briefe ich verschicke und sonst noch alles Mögliche.
Als sie mich fragte, wie gut mein Briefträger auf einer Skala von eins bis fünf aussehe, bin ich fast vom Sessel gekippt vor schallendem Lachen. Nun ja er ist kein Topmodell, aber ich habe ihm trotzdem eine eins gegeben, weil er mir immer die netten Briefchen bringt, wo drinnen steht, dass ich meinen Schuldenberg auf eine vierstellige Zahl reduzieren sollte.
Aber wie immer schmeiße ich diese freundlichen Briefchen entweder in den Müll oder ich verwende sie zum Anheizen für ein lauschiges Feuerchen.
Nicht besonders intelligent, ich weiß. Aber bisher hat es immer gut geklappt, da ich ein notorischer Problemwegschieber bin und mir gerne selbst die rosa Brille verpasse.
Außerdem sind das alles nur irgendwelche Strafverfügungen, die nie und nimma zu zahlen gedenke. Ich habe niemandem was zu leide getan und außer der Strafe, wo ich gegen die Mülltonne gepinkelt habe, war ich immer sehr anständig. Stattdessen sollte man es so wie im antiken Ägypten machen und all meine guten Taten gegen diese paar Lächerlichkeiten abwägen, und ich wäre mir sicher, dass meine guten Taten überwiegen würden. Schließlich habe ich schon mehreren Geschöpfen dieser Erde das Leben gerettet, einmal habe ich sogar einem Habicht bei mir Asyl gewährt und ihn gesund gepflegt. Okay, ich war es, der ihn mit dem Auto angefahren hat, aber er hat seine Nase einfach zu tief unten gehalten für so einen großen Vogel, und sie dann einfach nicht mehr hochbekommen und ihn mein Auto gesetzt.
Ich habe ihn dann aber Wochen gehegt und gepflegt und sogar seine Klauen abbekommen, aber mich nie beklagt. Als er mich verließ, dreht er noch eine Runde zum Zeichen seines Dankes und ich wünschte ihm eine geflügelte Reise auf glücklichen Schwingen.

Die Sehnsucht nach kafkaesken Verwandlungen hält mich wieder im eisernen Griff fest. Ich kann mich nun mal wieder nicht entscheiden, wer ich bin und wandle mich lieber jeden in ein anderes Geschöpf, bevor ich mich dazu entschließen kann, irgendwer zu sein.
Heute beispielsweise bin ich zum Hanflollifanatiker mutiert. In diesem Ethnoshop gab es davon nur mehr zehn Exemplare und ich hab sie alle gekauft und gleich vier davon sind in meinem Mund verschwunden. Gestern hab ich mir wieder „Velvet Goldmine“ angeschaut. Und beschlossen, dass ich meine Visage schminken muss. Nun ja leider wurde daraus eher eine Art Kriegsbemalung, aber bei meinem Teint ist das absolut kontraproduktiv.
Der Typ vom Ethnoshop hat mir einen „Komposthaufenstarter“ empfohlen ... das sind so trüffelähnliche Dinger, die man verdrücken muss und danach sollte es ein tüchtiges Gehirngewitter geben mit einer kleinen Nuance von sexueller Ekstase. Nun ja sexuelle Ekstase kann ich momentan ebenso wenig brauchen wie ein Loch im Kopf, deshalb hab ich mir für diverse Holzrosendinger gekauft.
Ich muss noch anmerken, dass meine Geschichte von einer Katze und einem Mädchen auf Kuschelkatzen.de veröffentlicht wird oder schon wurde.
Ich habe diese Geschichte mal auf e-stories.de veröffentlicht und geglaubt, dass sie ohnehin niemand lesen wird, aber anscheinend hab ich mich da geirrt.

Ich schau mir gerne solche Sendungen wie die Millionenshow an, aber manchmal frage ich mich schon, ob man nicht so dermaßen harmlose Fragen stellen muss. Ich meine die Fragen stammen ja manchmal so was aus irgendwelchen Klatschblättern oder aus der Boulevardpresse. Am besten sind ohnedies die Fragen, wo gefragt wird, welchen tatsächlichen Namen irgendein dahergelaufener Schauspieler hat.

Aber wahrscheinlich sind eben gerade diese Fragen „unterhaltend“. Das Wort Unterhaltung kommt ja von „unten halten“.

Ich zum Beispiel würde solche Fragen stellen, wie zB warum weht die Fahne aus dem amiland auf allen Photos von der Mondlandung? Haben wir denn nicht gelernt, dass der Mond keine Atmosphäre hat und es deshalb dort keinen Wind geben kann? Es gibt ja im All keinen Luftwiderstand, also kann die Fahne verdammt noch mal nicht wehen, oder?

Oder habt ihr zum Beispiel gewusst, dass Aschenputtel gar keinen gläsernen Schuh im Märchen verloren hat, sondern der Schuh aus Fell war und nur ein Übersetzungsfehler daraus einen gläsernen Schuh machte. Im Kinofilm verliert sie ja ihr Handy, was ein noch gröberer Übersetzungsfehler ist ; ).

Ich mein, wenn man so was erfährt, dann kann das ja das ganze Weltbild zerstören, das man sich mühsam erbaut hat.

Oder zum Beispiel ist in unseren Zahnpasten deshalb Fluorid drinnen, weil das ein Nebenprodukt der Aluminiumerzeugung war und man nach einem schlauen Vermarktungsweg dafür gesucht hat. Irgendein überkluger Wissenschaftler hat dann rausgefunden, dass in unseren Zähnen Fluor drinnen ist. Deshalb hat man einfach ratz fatz das Fluorid aus der Aluminiumproduktion in die Zahnpasten gesteckt.

Aber das schlimmst, das ich je hinnehmen musste ist, dass die Bomben auf Hiroshima und Nagasaki nur aufgrund eines Übersetzungsfehlers fielen. Denn die Japaner hatten schon davor bedingungslos kapituliert, aber die amis haben einfach so wie in Aschenputtel einfach ein paar Wörter falsch übersetzt, bzw. besteht ja die Möglichkeit, dass es tatsächlich ein Irrtum war, und sie haben sich nicht die Mühe gemacht nachzufragen, weil sie ja ihre Atombomben mal ausprobieren wollten. Ja die Menschen können schon schrecklich abartig, verlogen, selbstgefällig und hinterhältig sein.

hin und wieder hat das schicksal ähnlichkeit mit einem örtllichen sandsturm,

der unablässig die richtung wechselt. Sobald du deine laufrichtung änderst, um ihm auszuweichen, ändert auch der sturm seine richtung, um dir zu folgen. wieder ändert du die richtung. und wieder schlägt der strum den gleichen weg ein. dies wiederholt sich mal für mal, und es ist, als tanzest du in der dämmerung einen wilden tanz mit dem totengott. dieser sturm ist jedoch kein beziehungsloses etwas, das irgendwoher aus der ferne heraufzieht, eigentlich bist der sandsturm du selbst. etwas in dir. also bleibt dir nichts anderes übrig, als dich damit abzufinden und, so gut es geht, einen fuss vor den anderen zu setzen, augen und ohren ohren fest zu verschliessen, damit kein sand eindringt, umd dich schritt für schritt herauszuarbeiten. Vielleicht scheint dir auf diesem weg weder sonne noch mond, vielleicht existiert keine richtung und nicht mal die zeit. nur winzige weisse sandkörner, wie knochenmehl, wirbeln bis hoch hinauf in den himmel. so sieht der sandstrum aus, den ich mir vorstelle

 

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